Das gestalterische Fundament der Werbung
Ob Logo, Plakat oder Verpackung: Grafikdesign lieferte die visuelle Sprache, mit der Botschaften und Markenidentitäten sichtbar wurden.
Vom Handwerk zur digitalen Gestaltung
Bis in die späten 1980er- und frühen 1990er-Jahre entstanden viele Layouts noch mit physischen Werkzeugen: Leuchttischen, Klebeschriften, Fotomontagen und manuell erstellten Reinzeichnungen. Grafikerinnen und Grafiker benötigten dafür ein hohes Mass an handwerklicher Präzision.
Mit der zunehmenden Verbreitung digitaler Layoutprogramme ab den 1990er-Jahren verlagerte sich ein grosser Teil dieser Arbeit auf den Computer, wodurch Korrekturen schneller möglich wurden, gleichzeitig aber auch neue technische Kenntnisse erforderlich waren.
Typografie als Ausdrucksmittel
Die Wahl einer Schriftart war nie eine rein technische Entscheidung, sondern prägte massgeblich die Wahrnehmung einer Marke oder Kampagne. Eine serifenlose, klare Schrift konnte Modernität und Sachlichkeit ausdrücken, während eine verspielte oder handgeschriebene Schrift Nähe und Emotionalität vermittelte.
Grafikerinnen und Grafiker setzten Typografie deshalb bewusst als eigenständiges Gestaltungsmittel ein, nicht nur zur reinen Informationsvermittlung.
Zusammenarbeit mit Fotografie und Illustration
Grafikdesign stand selten für sich allein, sondern band Fotografie, Illustration und später auch digitale Bildbearbeitung in ein stimmiges Gesamtlayout ein. Die Auswahl und Bearbeitung von Bildmaterial erfolgte in enger Abstimmung zwischen Grafikerinnen, Grafikern, Fotografinnen, Fotografen und Illustratorinnen und Illustratoren.
Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit war besonders bei Plakat- und Printkampagnen entscheidend, da hier Bild und Schrift gemeinsam auf engem Raum wirken mussten.
